Teil 14: Das erste kaputte Gerät, Part III

Teil 14: Das erste kaputte Gerät, Part III

Nach dem kurzen Ofenausflug von Teil 13 sind wir wieder bei dem häftigten Kühlschrank-Geräusch angelangt. Wir erinnern uns: Das Gerät musste getauscht werden, ein Austauschtermin wurde vereinbart: 31.10. Um das ein wenig einordnen zu können: Installiert wurde die Küche am 28.6. – kurz darauf hab ich mich das Kühlschrank-Geräusch reklamiert. Nur, damit sich die nachrechnende Leserschaft darauf einstellen kann, wie lange man für so eine Küche mit professioneller Küchenplanung einplanen muss.

Ich schweife ab. Die Spedition kommt. Ja, Sie haben richtig gelesen, die Spedition. Einfachen Geräteaustausch macht gleich die Spedition, das geht schnell. Der alte, laute Kühlschrank ist schnell abmontiert, zwei Handvoll Schrauben, ein paar geübte, kraftvolle Handgriffe – zu zweit ist das Ding im Nu ausgebaut.

Der nagelneue, originalverpackte Ersatzkühlschrank (Verzeihung: die Kühl-Gefrier-Kombination) war beim Wieder-Einbau schon etwas zickiger. Man möchte ja meinen, so ein Kühlgerät wäre Präzisionsarbeit, aber da gibt’s doch einiges an Spiel. Ich glaub, die beiden Herren brauchten drei Versuche, bis das Ding wieder richtig eingepasst und so festgeschraubt war, dass sich die Türen auch wieder ordentlich und vollständig schließen ließen, ohne zu scheuern. Doch nicht ganz so einfach, wie gedacht.

Der Clou an diesem Teil der Geschichte: Die Herren Spediteure mahnten mich eindringlich, das Gerät mindestens 3 Stunden (in Worten drei) nicht einzuschalten. Angegeben wären sogar 24 Stunden, aber drei würden reichen. Ja nicht vorher, da sich die Kühlflüssigkeit senken muss, durch den Transport könne sich ebendiese unvorteilhaft verteilen.

Ich vermutete natürlich sofort, dass es sich um eine reine Schutzbehauptung handeln würde. Noch im Scherz. Ich sagte das auch, die Herren scherzten mit. Ich soll die Empfangsbestätigung einfach „mit Vorbehalt“ unterschreiben und bitte wirklich warten. Wäre ja nicht so lang. Ich weiß, ich weiß: Die erfahrene Leserschaft lacht sich vermutlich schon ins Fäustchen. Zurecht.

Denn wie ich später vom Kühlschrank-Techniker erfahren durfte: In HÄFTIGT rinnt gar keine Kühlflüssigkeit, in HÄFTIG schwebt ein Gas. Und dem Gas sei es völlig wurscht, wo es gerade sei, es sei ja gasförmig. Häftigt schlüssigt. Warum ich den Kühlschrank vielleicht doch gleich, am besten noch während der Anwesenheit der Spediteure, einschalten hätte sollen, erfahren Sie in „Teil 15: Das dritte kaputte Gerät, Part I“

(Die neue Reihung dient nicht nur der Übersichtlichkeit, es wäre auch total unfair dem ersten Gerät gegenüber, denn das Austausch-Gerät hatte noch viel mehr zu bieten, als sich die Leserschaft erträumen würde.)