Montag, 27.11.
Hej, IKEA kann tatsächlich so etwas Ähnliches wie Hartnäckigkeit entwickeln, wenn der Druck größer wird (siehe Teil 19). Nachdem man mich beim ersten Mal telefonisch nicht erreicht, versucht man es noch zwei mal. Am selben Tag. Ich kann es kaum glauben.
Noch weniger glauben konnte ich jedoch, was man mir angeboten hat: Statt den 80 Euro satte 150 Euro. Aber als Entschädigung für alles. Ich erlaubte mir zu fragen, was mit den ganzen Rechnungen sei. Zum Beispiel jenen, des Installateurs (wer sich erinnert: Eindeutige Planungsfehler von IKEA). Alles sei damit abgegolten. 150 Euro. Letztes Angebot.
Wenn man da mal alles nachrechnet. Allein mit den Mehrkosten, die durch IKEA entstanden sind, liegen wir jetzt aktuell bei 708,26 Euro. Ohne irgendeine eine Entschädigung für Zeit und Ärger.
Ich hab mir erlaubt, eine entsprechende Aufstellung inkl. Belegen an IKEA zu schicken. Die Forderungen sind legitim, belegbar und – nicht zuletzt auch durch diesen Blog – schön dokumentiert.
Jetzt warte ich wahrscheinlich wieder bis Midsommar. (Bleiben Sie dran.)
Dienstag, 28.11.
Erneut eine relativ rasche Reaktion, erneut relativ überraschend. IKEA dreht den Spieß jetzt um und behauptet, die Küche konnte deshalb nicht korrekt installiert werden, weil die Anschlüsse und Installationen nicht korrekt vorbereitet und verlegt waren.
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Wir wären schuld, dass die Installationen falsch waren. Die wohlgemerkt genau nach der IKEA Küchenplanung geändert bzw. entsprechend belassen wurden.
Weiteres Schmankerl: Man hält uns auch vor, dass IKEA die Nachmontage kostenfrei veranlasst hat und sämtliche Materialkosten von IKEA übernommen worden wären. Auf gut Schwedisch, man solle sich nicht beschweren, die Fehler wurden eh gratis ausgebessert. Also fast alle. Und die anderen möge ich bitte selber zahlen, weil dafür könnten sie ja nichts, wenn wir die Leitungen nach deren Plan machen lassen. Selber schuld.
Wir haben mal versucht, darzustellen, wie bizarr diese Vorwürfe sind. Ob das gelungen ist, sehen Sie ab Teil 21.
Nachhaltiges Detail am Rande:
Im IKEA Group Sustainability Report FY16 steht auf Seite 36: „(…) promise to our customers: (…) Quality in every touch point – ensuring that every time we connect with customers, we leave a lasting quality impression.“
Das ist gelungen.